dietmar pollmann

Das S.A.I.D. Prinzip

/Specific Adaption to Imposed Demand/ bedeutet /spezifische Anpassung an die einwirkende Anforderung/ und beschreibt ein grundlegendes Trainingsprinzip.

Es verdeutlicht, dass Veränderung die Folge eines Reizes ist, und dass die Art des Trainingsreizes die genaue Richtung der Anpassung bestimmt. Der Körper erfährt also eine Anforderung und ist in der Folge bestrebt, dieselbe Anforderung leichter bewältigen zu können. Setzt man ihn einer Ausdaueranforderung aus, wird er ausdauernd, setzt man ihn einer Kraftanforderung aus, wird er kräftig und so weiter.

Healthy lifestyle

Möchte man in einem gewissen Maß ausdauernd, kräftig, beweglich und koordiniert sein, tut man gut daran, sich den entsprechenden Anforderungen auszusetzten. Der Körper verfährt dabei ganz wie das /intelligente Pferd, welches lediglich so hoch springt, wie es muss/. Besteht ein Training also zum Beispiel aus Kraft- und Ausdauerreizen, vernachlässigt jedoch Beweglichkeit und Koordination, wird der Körper genau diese nicht mehr ausbilden.

Besteht der Durchschnittstag des Körperbesitzers aus Schreibtischarbeit, Autofahren und Fernsehen, wird der Körper seine Leistungsfähigkeit für genau diese Anforderung optimieren, indem er Herzmuskulatur, Skelettmuskulatur, Knochendichte, Knorpeldicke, Sehnengeschmeidigkeit usw. abbaut, um Unterhaltskosten zu sparen.

Ebenso wird natürlich die Stoffwechselrate verringert, weil keine Notwendigkeit für einen /aktiven/ Stoffwechsel besteht. Die meist konstant bleibende Nahrungsmenge erzeugt dann einen entsprechenden Körperfettanteil.

Mein Tipp lautet daher: Setzt Euch regelmäßig, möglichst umfassenden Trainingsreizen aus, und beschränkt diese nicht auf die körperliche Ebene.

p.s. Wie schnell der Körper beim Abbau von Fähigkeiten verfährt, weiß jeder, der einmal einen Arm in Gips hatte. Nach 6 Wochen ist die Muskulatur zu 80% verschwunden. Der Abbau beginnt übrigens bereits nach 24 Stunden konstanter Ruhigstellung.

Wunderwaffe Zirkel-Training

Das perfekte Training stellt zahlreiche Anforderungen. Regelmäßigkeit, ausreichender Umfang, die richtige Intensität, eine gute und gesunde Regeneration, Abwechslung, Konzentration und innere Motivation, um lediglich einige zu nennen. Der Weg zur Perfektion ist lebenslang und länger.

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Manchmal ist es daher einfach angenehm, das Denken, Planen und Beachten jemandem anderen zu überlassen. Man gibt Verantwortung, Motivation und Kompetenz ab, schaltet den eigenen Kopf aus und fokussiert einzig auf die Trainings-Ausführung.

Mit einem kompetenten Trainer kann so das Training zu einem wahren Genuss werden.

Ein perfektes Trainings-Konzept für diesen Zusammenhang ist das Zirkel-Training (etwa bestehend aus Kraft-Ausdauer-Übungen), weil es allen Nicht-Profi-Sportlern eine Superkombination von Hilfestellungen liefert.

Als da wären:

  • Feste Trainings-Termine, welche für Regelmäßigkeit sorgen
  • Gruppendynamik, welche die Motivation anfeuert
  • Anleitung durch einen Trainer, für Sicherheit und Trainingserfolg
  • Drill-Charakter, welcher den Fokus auf das Training lenkt
  • Kontrolle, damit Schwachpunkte nicht übersprungen werden
  • Kombination aus Kraft- und Ausdauer-Training, wegen der kurzen Pausen
  • Trainings-Effizienz, etwa 3 mal 5 Grundübungen in 30 Minuten
  • Trainings-Erfolgs-Kontrolle, durch Punkte-Zählen
  • Wettkampf-Charakter, wenn gewünscht, da Punkte-Vergleich möglich
  • Bezahlbarkeit, da Gruppen-Training
  • etc.

Mein Tipp lautet daher: Organisiert Euch die Möglichkeit, regelmäßig im Zirkel zu trainieren. Von dort an geht alles fast wie von selbst.

Süßstoff

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Gelangt Süßstoff auf die Zunge, entsteht eine im Vergleich zum Kristallzucker 60fache (sechzig!) Süßeinformation, die darauf an die Bauchspeicheldrüse gefunkt wird. Die so entstehende Insulinschwemme ist nochmal extremer als diejenige, welche durch Zucker ausgelöst wird. Der Clue dabei ist, dass das Insulin nun im Blut ist, jedoch gar kein Zucker kommt, der abgebaut werden will. Um den vorhandenen hohen Insulinspiegel zu senken, muss daher schnellstens Zucker her. Unkontrollierbarer Heisshunger mit Extrem-Kalorien-Aufnahme ist die Folge.

Dieser Effekt wird übrigens in der Schweinemast eingesetzt; und zwar mit Erfolg.

Mein Tipp lautet daher: Wenn Ihr einen gesunden Stoffwechsel habt (und behalten wollt), meidet Süßstoff. Für Diabetiker gilt: So wenig Süßstoff wie möglich.

p.s. schaut z.B. unter wikipedia.de, hinter welchen Bezeichnungen sich Süßstoff verbirgt.