dietmar pollmann

Freud lässt grüßen

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Gelingt es, die Verantwortung für das Geschehene komplett von sich zu weisen, ist dies zunächst mal eine Wohltat. Es ist eben menschlich und verständlich, dass es schwer fällt, Verantwortung zu übernehmen, besonders, wenn die Dinge schief gelaufen sind.

Ist man jedoch zu erfolgreich und konsequent beim /Schuldzuschieben/, stellt man langfristig fest, dass sich Unwohlsein einstellt, weil man die Zügel für das eigene Vorankommen aus der Hand gegeben hat. Die Anderen tragen die Verantwortung und damit auch die Möglichkeit, Entwicklung zu vollziehen und deren Richtung zu bestimmen.

Wer keine Verantwortung übernimmt, überlässt damit sein Schicksal Außenstehenden – und wird zu allem Überfluss feststellen, dass man wenig bis keinen Einfluss auf das hat, was die Anderen machen. Meist bleibt dann nur noch die Möglichkeit, sich schrecklich aufzuregen :-)

Der Ausgeglichenheit und der Gesundheit wegen macht es daher Sinn, sich am Geschehen zu beteiligen und aufzuhören, es lediglich zu kommentieren.

Hilfreich ist dabei vor allem eine Frage: Was hat die Tatsache, dass ich mich aufrege, mit mir zu tun?

Am Anfang kann es eben dauern, bis sich Antworten einstellen. Es lohnt sich jedoch unbedingt, dran zu bleiben. Sobald nämlich die ersten Ergebnisse vorliegen, breitet sich ein gutes inneres Gefühl aus, weil man von jetzt an wieder das Heft für das eigene Leben in der Hand hält.

Mein Tipp lautet daher: Stellt Euch die besagte Frage und dann setzt die Ergebnisse in die Tat um.

Weisses Mehl

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Weißes Mehl ist immer Auszugsmehl. /Auszug/ bedeutet, dass lediglich ein Teil des gesamten Getreidekorns (nämlich der Mehlkörper) in der industriellen Fertigung Verwendung findet. Auszugsmehl ist länger haltbar als Vollkornmehl und dazu ein ultraschneller Energielieferant.

Wichtige Bestandteile wie Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine, welche zum natürlichen Gesamtgefüge gehören und für ein nachhaltiges Sättigungsgefühl sorgen, werden weitestgehend aussortiert. Die Kohlenhydratketten des Auszugsmehls sind kurz und stoppen, genau wie Kristallzucker, den Fettstoffwechsel! Dazu erzeugen sie den bekannten Teufelskreis aus Blutzucker-Achterbahn und Heisshunger-Attacken.

Mein Tipp lautet daher: Findet heraus, wo genau sich in Eurem täglichen Speiseplan weißes Mehl versteckt. Ersetzt es Schritt für Schritt durch Vollkornmehl. Später könnt Ihr dazu übergehen, möglichst viele industriell gefertigte Auszugsprodukte durch natürliche Vollwertprodukte zu ersetzen.

p.s. Wer es ernst meint mit der Körperfettreduktion, kann über weite Strecken des Tages komplett auf Mehl (auch auf Vollkornmehl) und andere kohlenhydratreiche Nahrungsmittel verzichten, und so die Fettverbrennung ankurbeln!

Rumpf-Training

Der Rumpf markiert die Körpermitte und wird muskulär aus den Bauchmuskeln und der Rückenmuskulatur gebildet. Vor allem aus optischen Gründen ist das Bauchmuskel-Training heute Bestandteil eines jeden Standard-Kraft-Trainings-Programms, die wichtige Stabilisationsfunktion des gesamten Rumpfes ist dagegen wenig bekannt, was häufig zu unzureichendem Training führt.

Zunächst wird die Wirbelsäule durch eine richtig trainierte Rumpfmuskulatur in die gesunde Position gebracht und gesichert; davon hat man bereits gehört.

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Darüber hinaus jedoch ist eine gute Rumpf-Kraft ausschlaggebend für die Sicherung der Extremitäten-Gelenke (Hüft-, Knie-, Sprung-Gelenk beziehungsweise Schulter-, Ellenbogen-, Hand-Gelenk). Die Stabilität der Körpermitte ist ähnlich entscheidend wie etwa die Verwindungssteife eines Fahrrad- oder Motorradrahmens, ohne die eine stabile Kraftübertragung und gute Bodenhaftung unmöglich wird. Ist der Rumpf aufgrund zu geringer Kraft nicht in der Lage, von den Extremitäten kommende Kraftstöße abzufangen, werden diese weitergeleitet, was stets zu einer Überbelastung des nächsten Gliedes in der Kette führt. Andererseits werden die Extremitäten schwach sein, solange ihre Basis schwach ist.

Rumpf-Kraft ist in diesem Zusammenhang erst dann effektiv und wirkungsvoll, wenn sie gut koordiniert ist. Ein Training der Kraft sollte also die koordinativen Aspekte nicht vernachlässigen.

Mein Tipp lautet daher: Trainiert Eure gesamte Rumpfmuskulatur (Vorder- und Rückseite), und zwar anhand von koordinativ anspruchsvollen Übungen. Komplexe Übungen und Rotationsreize sind besonders zu empfehlen.

p.s. Falls eine Rücken-Problematik vorliegt, ist zunächst Vorsicht geboten. Eine Verringerung der Übungsintensität (weniger eine Veränderung der Übungscharakteristik) reicht oftmals aus, auch anspruchsvoll anmutende Übungen der aktuellen Belastbarkeit anzupassen.