Das Konzentrat-Problem

Der Wunsch, so viel zu nehmen wie möglich, geht über den Verstand. Dies wird besonders auf der körperlichen Ebene deutlich. Dort sind wir leicht austricksbar, wie das /Angebot/ der Nahrungsmittelindustrie zeigt.
Der Kniff ist stets derselbe: Es wird ein Nahrungsmittel produziert, welches mehr Energie (zumeist in Form von Kohlenhydraten) pro Zeiteinheit liefert, als durch gesunde Verdauung natürlicher Nahrungsmittel erreicht werden könnte. Dem Körper steht die Energie der /modernen/ Nahrung unnatürlich schnell und in imenser Menge zur Verfügung. Auf diese Weise wird der /Entnaturierungsprozess/ beschleunigt und gleichzeitig eine starke Nahrungs-Präferenz erzeugt.
Das Ergebnis ist deutlich sichtbar und Probleme mit dem Körpergewicht sind lediglich eine Ausprägung der Entnaturierung.
Das Konzentrat-Problem entsteht besonders im Zusammenhang mit vier industriell gefertigten Stoffen:
Sie fördern den beschriebenen Mechanismus besonders effektiv und haben entsprechend katastrophale Auswirkungen. Gleichzeitig ist es in den modernen Gesellschaften kaum möglich, ihnen auszuweichen, da sie quasi allgegenwärtig sind.
Komplett und sofort auf die /4/ zu verzichten, ist also fast unmöglich und vielleicht nicht einmal ratsam, da sie für viele /Genuss/ bedeuten, und somit in gewisser Weise von Wichtigkeit sind. Probat wäre daher, diese stark industriell verarbeiteten Stoffe, Schritt für Schritt aufzuspüren, um sie dann Einen nach dem Anderen durch natürliche, unverarbeitete und genussvolle Lebens-Mittel zu ersetzen. Also Vorgehen mit Geduld.
Für den Start empfehle ich, die im Zusammenhang mit Süßstoff, Kristall-Zucker, weissem Mehl und Geschmacks-Verstärker entstehende Überdosis an Unnatürlichkeit mit soviel Wasser wie möglich zu strecken.
Euer Dietmar





