Zusammenarbeit
Wissenschaftler mögen die Analyse. Sie zerlegen das große Ganze in immer mehr und kleinere Unter-Einheiten, welchen sie dann das Wissen entlocken.

Diese Taktik ist weiterhin sehr erfolgreich; so erfolgreich, dass die /Analyse/ und der Reduktionismus so ziemlich von jedem als das Wissens-Findungs-Instrument Nummer Eins betrachtet wird. In Vergessenheit gerät darüber jedoch, die Dinge wieder zusammenzusetzen beziehungsweise in der Zusammenarbeit der vielen Unter-Einheiten eine besondere Qualität zu suchen (und zu finden).
In der Sportwissenschaft entstand auf diese Weise zum Beispiel die Tendenz zur Isolation von Muskeln im Kräftigungs-Training. Muskeln wurden aufmal nur isoliert optimal trainiert. Beim Bauchmuskel-Training etwa musste der Hüftbeuger, welcher die Rumpfbeugung unterstützt, ausgeschaltet werden, damit allein die Bauchmuskeln diese Bewegung vollzogen. Bald wussten alle, nicht nur Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten, dass etwa beim klassischen Sit Up die Knie anzuwinkeln und die Füsse keinesfalls festzuklemmen waren, um die Bauchmuskeln /wirklich richtig/ zu trainieren.
Glücklicherweise hat dann ein Wissenschaftler herausgefunden, dass Muskeln intensiver arbeiten, wenn ihre Synergisten (Partner) mit von der Partie sind. Das nennt man dann wohl Synergie-Effekt :-)
Der Körper mag eben die Zusammenarbeit seiner Organe. Diese quittiert er mit einer verbesserten Leistungsfähigkeit. Aber vor allem mag er die Abwechslung, und daher macht es Sinn, Isolations-Übungen als Variation zu begreifen und zusammen mit komplexen Übungen zum Einsatz zu bringen.
Mein Tip lautet daher: Trainiert meistens mit komplexen Übungen, und wenn es Euch die Lust gebietet, trainiert Eure Muskeln isoliert.
Euer Dietmar





